UNSERE SÜDAMERIKA - KREUZFAHRT
ab und bis Buenos Aires vom 09.12. bis 23.12.2018
mit Vor - und Nachprogramm "BUENOS AIRES"
und "IGUAZU" vom 07.12. bis 27.12.2018

Unsere Hotels:
07.12. - 09.12.   474 Buenos Aires Hotel / Buenos Aires
23.12. - 26.12.   Saint George Hotel / Puerto Iguazu
26.12. - 27.12.   Hotel Madero / Buenos Aires

Unser Schiff:
09.12. - 23.12.   Celebrity Eclipse

Unsere Kabine 1509 auf Deck 11 backbord, gehört zur Aqua Class (roter Punkt)
Die dezent weihnachtlich geschmückte Eclipse gefiel uns ausgesprochen gut. Anders als erwartet, war sie nicht einfach nur modern, wie so andere Schiffe auch, sondern hatte noch jede Menge, des von uns geliebten Celebrity Charme behalten.



Unsere Reiseplanung

Neben unserer gesetzten Priorität für eine Wunsch-Route, ging es dabei aber auch um die Einschätzung der für uns möglichen Reisebelastungen. Dann nutzen wir natürlich auch unsere Erfahrungen, um preisliche Angebote angemessen beurteilen zu können. Dabei entschied letztlich der Gesamtpreis, einschließlich der Anreise- und aller Nebenkosten, über das gesamte Vorhaben, für das wir - wie so oft - auch einiges an Kompromissen zulassen mussten. In diesem Fall betraf es die lange Flugzeit und den unattraktiven Zeitpunkt, so kurz vor Weihnachten. Gleichwohl aber auch die Route, die wir sonst gern  bis San Antoino / Santiago de Chile gewählt hätten.
Für die Reise zu diesem Zeitpunkt sprach, der schon außergewöhnlich günstige Preis, bei gleicher Reisedauer, was uns auf Grund dessen ermöglichte, nun zusätzlich zu den Hotelaufenthalten in Buenos Aires, noch Hotelaufenthalte in Puerto Iguazu hinzu zu buchen, um  die reizvollen Iguazu Wasserfälle erleben zu können. Das Problem der Flugzeiten konnten wir durch relativ preisgünstig gebuchte Business Flüge angenehmer werden lassen.  Nach 5 Reisen mit 63 Tagen auf Schiffen der Celebrity Millennium Class, freuten wir uns, auf unsere erste Reise mit einem Schiff der beliebten  Solstice Class. Hier nutzten wir ein ebenso preisgünstiges Upgrade auf die Aqua Class, deren Nutzungsvorteil bei allen Kennern von Celebrity Cruises unumstritten ist.

Vergrößerung durch Anklicken des Bildes

Als wir im März 2018 auf einer MSC Transatlantik-Route von Santos (BR) nach Hamburg unterwegs waren, hatten wir uns - trotz fünf Vor-Übernachtungen in Santos, den gesamten Aufwand  für die Iguazu Wasserfälle - auch aus Kostengründen - leider nicht zumuten wollen. 
Bei dieser Reise-Konstellation, war für uns aber schnell klar, dass wir per zusätzlicher Inlandsflüge und drei Übernachtungen - über die Weihnachtstage in Puerto Iguazu - diese Möglichkeit unbedingt nutzen wollten. Die damit zur Verfügung stehende Zeit sollte ausreichen, um dieses Highlight sowohl von der argentinischen, als auch von der brasilianischen Seite, kennen lernen zu können. Die Idee wurde bestärkt, durch das zeitliche Ende der Kreuzfahrt. Ohne diese Verlängerung mit den Anschluss Übernachtungen, wären wir am Nachmittag des  24. Dez. zuhause angekommen. Das war in unserer Vorstellung alles andere als ideal. 


06.12. auf den 07.12. -  Unsere Anreise nach Buenos Aires

Unsere AirFrance Flüge AF1511 (HAM - CDG) und AF 0228 (CDG - EZE), in einer B777-200 verliefen planmäßig, sodass wir hoffen konnten, inkl. der Einreiseformalitäten, um etwa 12:00 im 474 Buenos Aires Hotel einchecken zu können.  
Nach der Landung um ca. 09:45 h, ging es für uns zunächst in die Abfertigungshalle für Einreisende. Dort sah es mit den vielen Menschen und der gut besetzten breiten Schalterfront, ähnlich aus wie in Miami. Im Unterschied zur USA, verlief die Abfertigung meinem Empfinden nach, jedoch deutlich zügiger. Nach der Gepäckaufnahme wollten wir eigentlich noch zu einem Cambio Schalter, um Geld eintauschen zu können. Aber irgendwie klappte es nicht, weil wir ziemlich direkt zur Remise-Taxen-Vermittlung gesteuert wurden. So zahlten wir dort 42 USD im voraus, für die ca. 27 km lange Fahrstrecke. Den Wechselkurs zu errechnen, ersparte ich mir, da wir ohnehin keine Wahl hatten. Wir hätten aber auch ebenso in Euro zahlen können. Danach ging alles relativ schnell. Das dritte ankommende Taxi war bereits unseres. Darauf hatten wir selbst keinen Einfluss. Wir brauchten uns um nichts zu kümmern. Ziel-Ansage und ab ging die Post, auch wenn der Fahrer das Hotel, anfangs offensichtlich nicht kannte. Aber Stadtmitte, in der Nähe vom Obelisco reichte dem Fahrer, um aufs Gaspedal treten zu können. Alles andere klärten wir während der Fahrt. Wir wurden im 474 Buenos Aires Hotel freundlich empfangen und konnten gleich nach den Anmelde-Formalitäten, auf unser Zimmer gehen.
Besser konnte es nicht laufen. Das Zimmer entsprach der Beschreibung und gefiel uns gut. WLan funktionierte auch. Von den 3 Koffern, war natürlich nur einer zum Auspacken vorgesehen. So hatten wir noch genügend Zeit für einen ausgiebigen Stadtspaziergang mit Zielen, die ich zuhause auf einer ausgedruckten Google Karte, durchnummeriert und bezeichnet hatte. 


07.12.  -  Buenos Aires am Ankunftstag

An diesem Tag hatten wir immerhin fußläufig den Obelisco, den Plaza del Congreso, das Cafe Tortoni und natürlich den Plaza de Majo erreicht Etwas Schwierigkeiten hatten wir bei der Suche nach dem Palacio Barolo, von dem man aus, einen fantastischen Blick auf den Plaza del Congreso haben sollte.


Der Obilisco auf der Plaza de Republica

Nachdem wir den Palacio Barolo endlich gefunden hatten, scheiterte der Besuch nicht nur an der Fehlfunktion der Kreditkarte, sondern auch daran, dass wir keine ID-Dokumente dabei hatten. 
Ganz links im Bild das Bürogebäude - der Palacio Barolo - der 1923 fertig gestellt wurde und bis 1953 als das höchste Gebäude Südamerikas galt.
Da wir nicht genau wussten wo sich das Gebäude befinden sollte, mussten wir uns - mit eher mäßigem Erfolg - durchfragen.

Der Plaza del Congreso mit dem Palacio del Congreso 
 Der Palacio Congreso mit dem Monumento de los dos Congreso

Es blieb uns nichts anderes übrig, als zum Hotel zurück zu kehren, unsere Pass-Kopien und noch einige USD mehr mit zu nehmen. Gut, dass man uns für die 17:00 h Führung vorgemerkt hatte. So war die Teilnahme gesichert. Leider mussten wir die einstündige fremdsprachliche Führung über uns ergehen lassen, bevor wir endlich an dem Aufstieg zum Turm des Palacio Barolo, mit seiner fantastischen Aussicht von den Balkonen teilnehmen konnten. 
Im oberen Turmteil befanden sich die Balkone und in der etwa 100 m hohen Turmspitze der Leuchtturm, der zu bestimmten Zeiten, kurzzeitig als Touristen Attraktion in Betrieb genommen wurde.

Der Ausblick über den Plaza del Congreso, war fantastisch, auch wenn wir durch den Stand der Sonne, leider das Gegenlicht in Kauf nehmen mussten.
Ein paar Stunden früher, wäre das Problem weniger stark ausgeprägt gewesen.



Eine Überraschung wurde uns mit dem Aufstieg zum Leuchtturm, mit seinem drehenden Hohlspiegel, auf dem Dach des Gebäudes geboten.  
Die modifizierte Lichttechnik des Hohlspiegels war natürlich erkennbar

Anschließend war eigentlich die Zeit für den Rückweg zum Hotel. Aber wir erlaubten uns einen kleinen Umweg, mit dem Ziel, noch am Cafe Tortoni vorbei kommen zu wollen. Vor den Fenstern des Cafe's warteten Leute -  vermutlich - um eingelassen zu werden. Wir wollten das wenigstens beobachtet haben, wie es damit läuft. Etwa 15 Min. später, saßen wir selbst bereits auch an einem 4er-Tisch, an dem wir allein bleiben konnten. Wir bestellten uns einen Cafe und etwas Schokoladiges, dass wir als extrem süß empfunden hatten.


Im Cafe Tortoni


Danach war der Weg zum Plaza de Mayo auch nicht mehr weit. Er lag, zumindest so wie wir gegangen waren, fast auf dem Weg zu unserem Hotel. Dieser Gang, in die Dämmerung hinein, hatte sich gelohnt. Der Platz mit seinen Parkanlagen, der an einem Ende mit der Casa Rosada abschloß, bot eine angenehme Atmosphäre, die wir gern - später noch durch Beleuchtung der Straßenlaternen - auf uns einwirken ließen, bevor wir uns schließlich auf den letzten knappen Km zum Hotel aufmachten.



 Cabildo de Buenos Aires am Plaza de Mayo

Casa Rosada
Die Casa Rosada, davor die Piramide de Mayo

Der Weg zurück zum Hotel, führte uns u. a. auf die belebte Fußgängerstraße Calle Florida, die wir bereits am Tage passiert hatten. Am Abend ging es hier aber dann noch etwas "munterer und bunterer" zu.


Dieser junge Künstler auf der Calle Florida hatte es drauf. So perfekt, wie er die Gitarrensolos spielte, haben wir es zuvor, noch nie auf den Straßen der Welt, zu hören bekommen.  

Zu einem ordentlichen Abendessen, sind wir nicht mehr gekommen. Wir waren ziemlich kaputt und müde. Von Appetit konnte daher keine Rede sein. Um überhaupt noch etwas schnell in den Magen zu bekommen, versuchten wir es bei Mc Donalds, das sogar mir nicht schmecken wollte. Ein paar Schluck Cola, ein paar Pommes, ein Biss in den Big Mac, das war's, der Rest wanderte in den Abfall. So war der Tagesabschluß zwar nicht geplant, aber wir gehörten ins Bett und nirgends woanders mehr hin.

07.12. - Bildauswahl des ersten Tages in Buenos Aires



08.12.  -  Buenos Aires, an unserem zweiten Tag

Nachdem wir den ersten Tag schon ziemlich viel abgelaufen hatten und zumindest ich, wie so oft am Anfang einer Reise kaum geschlafen hatte, wollten wir es gemütlich angehen. Zunächst genossen wir das Frühstücksbuffet, von dem wir angenehm überrascht waren. Auch von dem gemütlichen Frühstücksraum / Restaurant, waren wir sehr angetan.
Das Wichtigste was noch aus stand, war das Teatro Colon und der Cementereo de la Recoleta (Friedhof). Mit meiner erstellten Google Karte, kam ich gut zurecht, zumal wir dafür zunächst wieder zur die Hauptstraße Avenida 9 de Julio zu gehen hatten. Der Obelisco diente dazu, als weithin sichtbarer Orientierungspunkt. Das Teatro Colon lag etwas nordwestlich davon. Auf dem Weg entdeckten wir ein anderes Theater, das uns über Plakate, auf eine Dinner - Tangoshow hinwies. Bei der dabei angegebenen Gesamtzeit, war mir persönlich klar, dass das bei meiner mangelnden Ausdauer so lange sitzen zu müssen, für mich nicht geeignet erschien. Nur wenig später, erreichten wir das Teatro Colon. Das Gebäude beeindruckte uns weniger als wir gedacht hatten. Auf eine Innenbesichtigung, wahrscheinlich noch mit Führung, wollten wir aber verzichten. Was uns aber gut gefiel, war der angrenzende Plaza Lavalle. Auf dem Platz gab es unter hohen Bäumen mehrere Denkmäler und Skulpturen, darunter eine 18 Meter hohe Säule mit dem Namensgeber. Rund um den Park lagen ferner, das Teatro Nacional Cervantes, die neoklassizistische Escuela Presidente Roca und der Palacio de Justicia. Diesen empfanden wir, wohl auch durch die Lage, am eindrucksvollsten.


 Das Teatro Colon




 Palacio Justicia


Aufgrund der günstigen Taxipreise, hatten wir uns entschlossen, diese nun auch zu nutzen, zumal wir uns mit den ÖPNV, kaum beschäftigt hatten. So ließen wir uns zunächst zum Stadtteil Recoleta fahren, um dort - auf dem Friedhof Cementario de la Recoleta - die Grabstätte von Eva Peron zu finden. Die Fahrt war angenehm, das Gefühl für diesen Stadtteil selbst, zu unserer Überraschung, überaus positiv.

Cementario de la Recoleta
Es dauerte etwas, bevor wir die Grabstätte der Familia Duarte endlich gefunden hatten. Eine Tafel wies darauf hin, dass auch hier, Eva Peron bestattet wurde.

Die Familiengrabstätte der Familie Duarte
Einen Friedhof in dieser Art, hatten wir zuvor noch nie gesehen. Es hatte sich allemal gelohnt. Gegen Mittag gönnten wir uns ein Eis, bevor wir uns für den den nächsten Step bereit machten.

Unsere nächste Taxifahrt brachte uns nach Belgrano, wo wir uns erhofften, in einem Pavillon - innerhalb der Parkanlage Barracancas de Belgrano - eigentlich Tango Tanzpaare bei ihren Übungen sehen zu können. Leider wurde der Pavilion zu der Zeit von einer Jugendgruppe, für andere sportliche Aktivitäten genutzt. So blieb uns nur der hügelige Park, mit seiner insgesamt schönen Umgebung.



Der Pavillion an dem wir Übende beim Tango erwartet hatten
Von Belgrano aus, ließen wir uns mittels eines weiteren Taxis, nach Palermo bringen. Hier interessierte uns die weitläufigen Parkanlagen Parque Tres de Febrero zu der auch der Rosengarten Rosedal de Palermo mit seinen Wasserflächen und der Bereich mit dem Planetarium Galileo Galilei gehörte. Insgesamt hatten wir auf vielen Wegen, rund um die Wasserflächen, viel Zeit verbracht.






Damit hatten wir das Wesentliche des Tages geschafft, ohne allerdings den Tag voll ausgeschöpft zu haben. Deshalb hofften wir auf dem Weg zurück, noch einiges von dem sehen zu können, was wir im Vorbeifahren auf den Taxistrecken entdeckt hatten. Da wir die Fahrstrecke nicht gefunden hatten, mussten wir uns mit Zufälligkeiten begnügen.



Florales Generica am Plaza Naciones Unidas in Recoleta
Facultad de Derecho de la Universidad de Buenos Aires in Recoleta
Torre Monumental
Letztlich liefen wir mit nur wenigen kurzen Pausen weiter, bis wir uns dann eingestehen mussten, inzwischen ziemlich kaputt zu sein. Wir waren am Plaza San Martin angekommen und sind rund 12 km gelaufen, das war mehr als genug. Auch wenn es bis zum Hotel vielleicht nur noch etwa 2 km sein mochten, wollten wir nicht mehr weiter und ließen uns per Taxi zum Hotel kutschieren.
Eigentlich hatte ich mich den ganzen Tag gut gefühlt und hatte das Gefühl, mich im guten Rhymus zu befinden. Aber dem schien wohl nicht so zu sein. Am Abend begann dann meine Leidensgeschichte mit Bluthochdruck, Übelkeit, Erbrechen und anhaltenden Schwindelgefühlen. An Essen gehen, war nicht mehr zu denken. So wurden auch keine Flüssigkeiten angenommen. Der Kreislauf, die Nerven, spielten total verrückt.
08.12. - Bilderauswahl des zweiten Tages in Buenos Aires


09.12. - Buenos Aires am dritten Tag mit der Einschiffung

Es schien mir an diesem Morgen wieder besser zu gehen. Ich hatte mit einigermaßen Appetit gefrühstückt, was mich in den Glauben bestärkte, dass alles wieder einigermaßen im Lot sein müsste. Um etwa 11:00 hatten wir unser Zimmer geräumt.
Der Bezahlvorgang mit Ingrids Kreditkarte Karte schlug fehl. Offenbar war diese, vor einigen Wochen neu erstellte Karte, doch noch nicht aktiviert.
Wir warteten auf ein Taxi, das aber von der Rezeption, doch noch nicht bestellt war. So verzögerte sich der Taxitransfer bis kurz vor 12:00 h. Die Taxifahrerin quälte die 3 Koffer in ihren Kleinwagen und fuhr los.
Am Cruise Terminal empfanden wir das Einchecken als chaotisch. Zu viele Leute, die zunächst wohl das System genauso wenig erkannten oder erkennen wollten wie wir. Wie stand es mit Priority, wo mussten wir hin? Es gab 3 besetzte Sicherheitsschleusen für das Handgepäck. Wir waren offenbar, für die Schleuse 4 vorgesehen. Hieß also Wartezeit und nix mit Priority. Irgendwann schafften wir es und konnten uns brav für die Schleuse 3 einordnen, da die 4 keine Anstalten machte, geöffnet zu werden. Es wurde für mich höchste Zeit, da m
ir inzwischen wieder unerträglich übel und mir beängstigend schwindelig wurde. Ich versuchte mich zusammen zu reißen, um nicht auffällig zu werden. Gestützt von Ingrid, ließen wir uns nach der Sicherheitskontrolle zum Schalter einweisen.
Irgendwann ließ es sich nicht mehr vermeiden. Ich musste mich auf dem Weg zum CheckIn-Schalter immer wieder übergeben, kam aber irgendwie weiter und tatsächlich endlich durch. Auch wenn ich zwischendurch Toiletten aufgesucht hatte konnte ich letztlich nicht vermeiden, überall in der Halle meine Spuren zu hinterlassen. Natürlich hatte ich meine freie Hand vor das Gesicht gehalten, mit dem ich so wenigstens einen Teil abfangen und in Papiertüchern verschwinden lassen konnte.
Unten beim Warten auf dem Schuttlebus, fiel ich dann aber doch auf. Wir wurden erstmal aussortiert, man setzte auf Zeit. Irgendwann kam Mitarbeiter vom Cruise Terminal, der mir eine Pille und etwas Wasser gab um so noch besser nach oben heraus, ins freie entleeren zu können. Als dann trotzdem keine Beruhigung einsetzen wollte, brachte man mich im Rollstuhl, zurück in den Terminal Bereich. Ich bekam nochmal eine Tablette, die den Vorgang beschleunigen sollte. Tatsächlich folgte dann ein Übergeben im hohem Bogen, das zunächst nicht abreißen wollte. Der Terminal Mitarbeiter blieb dabei ganz ruhig und bestellte den Offizier der Medical Facility vom Schiff. Dessen Ankündigung, dass der Schiffsarzt mich untersuchen müsste, klang freundlich, gleichzeitig aber auch warnend. Es kam dann aber doch anders. Ich wurde zum Schuttlebus-Bereich zurück gerollt und konnte mit Ingrid in einem Bus einsteigen. Der Bus war voll, aber ich überstand auf wackeligen Beinen die Busfahrt und konnte auch selbstständig die Gangway hoch gehen. Oben angekommen, wurden wir zunächst nochmals aussortiert, konnten dann aber kurze Zeit später, passieren. Damit war der Weg frei und wir konnten auf unsere Kabine gehen. Es war für uns die beste Lösung, zumal das Schiff noch einen ganzen Tag im Hafen verblieb. Wir hatten 3 Koffer, von denen immerhin, schon einer angekommen war. Um 16:00 h kam dann der Letzte. Das Einräumen musste Ingrid allein bewerkstelligen. Ich hatte hinreichenden Erholungsbedarf und mir war weiterhin schwindelig. Freudige Gedanken an die bevorstehenden Höhepunkte dieser Kreuzfahrt, konnten so nicht aufkommen.

Wir verzichteten natürlich aufgrund meines Zustandes darauf, noch irgendetwas in Buenos Aires zu unternehmen. Die geplante Tangoshow musste am Abend genauso ausfallen, wie der erste Restaurantbesuch im Blu. Ich versuchte zwar wenigstens irgendetwas in den Magen zu bekommen, was allerdings wenig Sinn machte. Ingrid fragte mich immer wieder, ob ich nicht doch zum Schiffsarzt gehen wollte. Aber ich wollte zunächst nicht. Als ich dann doch zustimmte, war es schon zu spät. Das Medical Facility war da bereits geschlossen.


10.12. -  Buenos Aires, Liegezeit der Eclipse bis 18:45 h

Am Morgen dieses Tages, waren wir uns darüber einig, dass ein Besuch der Krankenstation erfolgen musste, nachdem ich noch keine deutlich spürbare Besserung vermelden konnte. Besonders die Schwindelgefühle beim Aufstehen, Hinsetzen und vor allem beim Gehen, machte mir schwer zu schaffen, auch wenn die Übelkeit wohl etwas nachgelassen hatte. Ingrid setzte sich schon früh telefonisch mit der deutschsprachigen Hostess in Verbindung und verabredete ein Treffen um 08:00 h im Medical Facility-Bereich. Nach Klärung der Sachverhalte, die zu diesem Besuch geführt haben, machte der Arzt einige Untersuchungen hinsichtlich der Nervenbahnen am Körper und ließ dem ein EKG folgen, dass allerdings keine Auffälligkeiten zeigte. Dann ließ er Blut abnehmen (vermutlich nur für einen Test auf Drogen) und bereitete mich dann anschließend für eine Infusion vor. Ich hatte damit schon einmal Erfahrung gemacht, aber nicht in der Form, dass diese so schnell durchlief, dass ich vor Kälte am ganzen Körper zitterte. Erst durch Ingrids Hinweis, machte der Arzt anstalten, mich mit der Decke zudecken zu wollen, auf der ich lag. In 30 Minuten oder weniger, war der Schnelldurchlauf beendet. Er übergab mir schließlich einige Tabletten gegen Übelkeit und dem Schwindelgefühlen. Nachdem die deutschsprachige Hostess gegangen war, wirkte die Behandlung des Arztes ziemlich mechanisch, was offenbar den Verständigungsproblemen geschuldet war. Freundlicher hingegen wirkte der Offizier, der mich von den Umständen im Terminal am Vortag, wieder erkannte.
Für diese Behandlung wurden uns sage und schreibe 767,10 USD berechnet. Ob die Behandlung wirkungsvoll war oder die langsame Besserung auch ohne diese zustande gekommen wäre, lässt sich schwer sagen. Ich war aber noch nicht wieder soweit, den Tag in Buenos Aires nutzen zu können. Ich versuchte in der Zeit vor der Seenot-Rettungsübung und dem Auslaufen, mich auf der Kabine zu erholen und die Schwindelgefühle los zu werden.



Das Auslaufen der Eclipse aus dem Hafen von Buenos Aires 
Wir waren an diesen Abend im Blu zum Essen gegangen, auch wenn der Appetitmangel noch nicht überwunden war. Unsere Gedanken über den weiteren Verlauf  der Reise, gingen eigentlich nur in die Richtung, dass es mir rasch besser gehen möge, um bald - möglichst schon in Punta del Este, von Bord gehen zu können.


11.12. - Punta del Este mit Tenderdienst, LZ bis 18:00 h

Irgendwie schien in der Organisation, der Wurm drin zu sein. Die Wartezeiten, endlich ein Tenderboot besteigen zu können, waren eindeutig zu lang. An Priority, war nicht zu denken. Das Tendern zog sich unerwartet in die Länge. Die vorverlegte Ankunftzeit am Ankerplatz, schien eventuell bestandene Pläne durcheinander gebracht zu haben. Die Passagiere wurden offenbar auch nicht ausreichend auf den aktuellen Stand gebracht. Die Zeit des Wartens auf Abruf, sollte im Restaurant Moonlight Sonata verbracht werden. Wir saßen zufällig in der Nähe eines Tisches mit mehreren wartenden deutschsprachigen Gästen, die ihren Ärger diskutierend und schimpfend Luft machen wollten. Klar, einerseits war Zeit genug, andererseits fühlten auch wir uns irgendwie verschaukelt und hätten uns die Zeit - unter diesen Umständen - anders eingeteilt. Für mich war es wichtig Nervosität zu vermeiden, um keinen Rückfall zu bekommen.Auch wenn wir uns Punta del Este teilweise etwas mondäner vorgestellt hatten, gefiel uns der Ort dennoch recht gut. Für mich war es wichtig, wieder einen Rythmus zu finden und mich zu bewegen.








Wir sind trotz drohenden Regens, den unteren Teil der Halbinsel angegangen und hatten eine angenehme Spazierstrecke von ca. 6 km. Der Strandabschnitt Playa Brava, mit der Skulptur - der scheinbar aus dem Strand herausragenden Finger, war zwar für jeden Besucher einer der wichtigsten Anziehungspunkte, aber nur auf Bildern wirklich beeindruckend. Vornehm ruhig, erschien es uns mehr am Ende der Halbinsel zu sein.

Los Dedos Playa Brava



Ganz bis an das südliche Ende der Halbinsel wollten wir aber auch nicht laufen und kürzten deshalb den Weg in Richtung sichtbaren Leuchtturm ab. 
 Faro de Punta del Este
 Iglesia Candetaria
Ob mit oder ohne Ausflug, wie verabredet, hatte sich eine lange Schlange zum tendern bereiter Passagiere gebildet. Ein Recht auf Priority war hier nicht "verfügbar", was wir nicht nur akzeptieren, sondern auch richtig fanden.



Wir hatten Glück, dass wir kaum Regen abbekommen hatten, weil wir in ein Lokal flüchten konnten. Als der Regen aufhörte sahen wir schon von Weitem die lange Schlange von Passagieren, die sich zum Tendern zurück auf das Schiff eingefunden hatten. Priority war aufgehoben. Mitarbeiterinnen hatten dieses deutlich angezeigt und die Gäste an das Ende der Schlange verwiesen. Unsere Befürchtungen extremer Wartezeiten, bewahrheiteten sich aber nicht in dem Maße, wie wir anfangs befürchtet hatten.
Wir hatten einen schönen Tag. Auch wenn ich noch nicht völlig frei von Gleichgewichtsstörungen war, war ich doch zuversichtlich, dass der nächste, lange Ausflug für uns - ab Puerto Madryn - nicht in gefährdet sein würde.
11.12. - Bilderauswahl des Tages in Punta del Este


12.12.  -  Tag auf See


13.12.  -  Puerto  Madryn - Liegezeit bis 19:00

Ausflug: Punta Tombo - Penguin Rockery
Von Puerto Madryn hatten wir - außer dem Schiffsfriedhof nichts gesehen, da wir einen Ausflug zur größten Pinguin-Kolonie Südamerikas gebucht hatten.

Die Organisation der Ausflüge mit Treffpunkt im Theater, gab an diesem Tag kein gutes Bild ab. Wir warteten ziemlich genau 1 Std., um uns auf den Weg zum Bus machen zu können. Wir hatten mit Bus Nr. 15, wohl den schäbigsten Bus, für die immerhin fast 3 stündige Fahrt bekommen. Das es uns traf, war wohl nur einfach Pech? Es wurde 1 Stop eingelegt, um die notwendigen Toilettengänge, erfolgen lassen zu können. Während bei den Herren kaum Wartestaus entstanden, hatte die Zeit, für die in der Warteschlange stehenden Damen, nicht gereicht. Dieser Stop wurde offensichtlich vom gesamten touristischen Verkehr genutzt , die Ziele in Richtung Rawson anfuhren.
Immerhin, standen bei Ankunft tatsächlich fast 1,5 Std zur Verfügung, um das Gebiet der Magellan-Pinguin-Kolonie Punta Tombo auf den Kies- bzw. guten Bohlenwegen, kennen lernen zu können. Anfangs waren wir zunächst froh, vereinzelt die lustigen, in Nestern sitzenden oder frei rumlaufenden Gesellen erblickt zu haben und hielten uns infolge dessen, zulange an solchen Stellen auf.

Am Anfang hätte ich am liebsten jedem dieser Kameraden einen Namen gegeben so etwa wie August, Dieter, Egon, Fritz, Herbert, Otto und Walter. Aber es wurden immer mehr und zumindest für uns, waren ihr Geschlecht nicht erkennbar. 







Erst nach einigen 100 m der ca. 1,5 km langen Strecke, hatten wir bemerkt, dass immer mehr Pinguine sichtbar wurden und sich diese 189 km lange Busreise, wirklich gelohnt hatte. Im Bewusstsein dessen, dass die Zeit begrenzt war und wir den inzwischen überblickten Gesamtweg, mit Rücksicht auf die Zeit auch schaffen wollten, beeilten wir uns etwas, ohne den Blick von dem schönen Areal zu lassen. In der Tat, wurde es immer interessanter. So weit das Auge reichte, sah man sie sitzen, liegen und laufen.










Es gab am Ende 2 Aussichtspunkte in Richtung Küstenabschnitte bzw. parallel zur Küste. Hier tummelten sich die Pinguine in Massen. Allerdings, waren wir hier auch weiter von den Tieren entfernt. Für den 2. Aussichtspunkt galt das Gleiche. 

Wir waren mit den Umständen des Ausflugs, insbesondere was den Bus 15 betraf, nicht zufrieden. Mit dem was wir zu sehen bekamen, allemal. Das wir den Ausflug von vornherein als viel zu teuer empfanden, hatte sich wie erwartet bestätigt. Im Zuge der gemischten Kalkulation hatten wir das aber akzeptieren können und reiten deshalb nicht auf Einzelkosten herum.  Mit Beginn der Rückfahrt wurde es dunkler. Es lag Gewitter in der Luft, dass dann auch nicht lange auf sich warten ließ. Da merkten wir erst, was wir für ein Glück doch hatten. Bezogen auf meine Situation, mit den neuerlichen Gleichgewichtsstörungen, hatte oder glaubte ich tatsächlich, einige mir vorher kaum gekannte Probleme, besonders beim Aussteigen aus den Bus, aber auch auf Abschnitte der Wegstrecke zu haben. Es war der 5. Tag mit diesem mir unerklärlichen Problem. Nach diesem 7,5 Std langen Ausflug hatten wir beide Ruhebedarf und wollten uns bis zum Abendessen etwas hinlegen, was allerdings dazu führte, dass wir die Zeit mehr oder weniger verschlafen hatten und statt dessen, mit dem SB - Oceanview - Cafe Vorlieb nehmen mussten.

Im Theater sahen wir anschließend noch den Rest der Show von Caire Maidin, die uns allerdings wegen fehlender Tiefe in der Stimme, die sie durch übertriebene Lautstärke wettzumachen versuchte, leider nicht so gut gefiel.

Ganz anders die Musik von Sashi (Cranberries Musik) im Stil einer Straßenmusikerin, die weniger angestrengt, dafür umso gefühlvoller, bei uns ankam. Mit uns hatte sie ab sofort, ein paar Fans mehr.

13.12. - Bilderauswahl von diesem Ausflug nach Punto Tombo


14.12.  -  Tag auf See

15.12.  -  Tag auf See mit der Kap Hoorn Passage 

Der Tag fing heute mit einem Frühstück im Blu Restaurant gut an. Wir saßen in unserem Bereich, den wir auch am Abend bevorzugten. Der Service war gut, unser Wohlfühl-Empfinden sehr hoch. Später nutzten wir zeitweise den Persian Garden und konnten von der Sicht her nichts verpassen. 
Allerdings war es auch noch nicht so weit und die Sicht der UV geschützten Scheiben, auch Regen bedingt, nicht so toll. Dennoch,war es eine gute Möglichkeit, außerhalb der Kabine, in ruhiger Atmosphäre, die volle Sicht nach vorn heraus genießen zu können.
Dieses Bild entstand etwa 20 Minuten vor unserem südlichsten Ziel:
Die Landspitze der chilenischen Insel Hornos (Kap Hoorn)






Ingrid wusste aber auch, dass sie viel Ausdauer von mir nicht erwarten konnte. Als gegen ca. 15:30 h, Kap Hoorn - mit seinem Leuchtturm - in Sichtweise war, befanden wir uns längst wieder auf unserer Kabine. Ich pendelte auch gern mal vorher schon, zwischen Kabine und Außendeck. Als der Kapitän das Schiff an geeigneter Stelle vor Kap Hoorn, langsam um die eigene Achse drehen ließ, war von jeder Außenkabine Kap Hoorn zu sehen und man konnte diesen Moment feierlich begehen, wenn man denn wollte. Unsere Flasche Sekt wurde bereits am Vortag gebracht, allerdings sind wir keine Sekttrinker und hatten die Flasche stehen gelassen.  
 Keine Frage, es war äußerst ungemütlich, aber trotzdem nicht so schlimm als befürchtet. Nur dann hätten wir vermutlich garnichts sehen können.

Das Ziel, der Leuchtturm von Kap Hoorn, war Dank abgemildeter Wetterlage, relativ gut zu sehen. Hier hatte sich die Eclipse um die eigene Achse gedreht und so - jedem Passagier - auch aus jedem Fenster heraus, den freien Blick zu ermöglichen.


Um etwa 17:30 h setzte die Eclipse ihre Reise, planmäßig nun durch den Beagle Kanal, nach Ushuaia fort.

Als Erinnerung an diesen Tag, aber auch an diese Kreuzfahrt, gab es für jeden von uns ein Zertifikat, von dem ich hier gern meines zeigen möchte.

15.12.  -  Bilderauswahl des Tages mit Kap Hoorn

16.12.  -  Ushuaia / Argentinien  -  Liegezeit bis 03:00 h


Als wir am Morgen aufwachten und aus dem Fenster schauten, bot sich ein schöner Blick auf die umliegenden Berge. Ein paar Minuten später, war das bereits wieder vorbei. Trotzdem war der Blick dann etwas später von Deck 14 aus, teilweise wieder recht schön. Wir befanden uns also nun in:

"Ushuaia - The End Of The World"  

Wir hatten am Vortag erstmalig das Frühstück im Blu eingenommen. Da stand für uns fest, dass das für den Rest der Kreuzfahrt, genau das Richtige für uns sein würde, weg von den Massen, weg vom Buffet und hin zur Ruhe in gepflegter Atmosphäre. Mit den Erfahrungen des Vortages, klappte es an diesem Tag mit der Bestellung schon besser. Wir blieben bei unserem Tisch und unserer Waitress Sari from Bali. Alles rundherum lief jetzt bestens, ohne dass wir noch krampfhaft nach den richtigen Ausdrücken für die Bestellung suchen zu müssen. 
Für Ushuaia hatten wir - im Bewusstsein, möglicher schlechter Wetterbedingungen - nichts gebucht. Draußen vor der Passagierkontrolle, boten Guides ihre Ausflüge an. Allerdings hatten wir für die aufgerufenen Preise, auch nicht genügend Geld eingesteckt. So entschlossen wir uns zunächst für einen Stadtrundgang, wollten damit auch mehr Gefühl für die Wetterlage bekommen. Danach waren wir allerdings, auch nicht viel schlauer. So war es halt. Ständig heftiger Wind und sonst von jedem etwas.








Um 11:45 h waren wir erstmal wieder auf unsere Kabine zurück gegangen. Auf dem kurzen Weg, den Pier entlang zum Schiff, wurde uns der Regen unangenehm in die Kniekehlen gepeitscht. Der Wind von hinten, ist auch nicht angenehmer, als wie der von vorn.










Wir hatten uns am frühen Nachmittag noch für einen zweiten Landgang entschieden. Auf der Pier hatte es geblasen wie wir es vorher noch nie erlebt hatten. Die Sicht war immer wieder mal gut. Für Ausflüge war es aber leider zu spät. Bei einem Cafe Americano, versandte ich Teile meiner ersten Notizen, weil ich nicht wissen konnte, wann wir wieder online sein können. Meine Maileingänge hatte ich auch nur kurz auf Wichtigkeit überprüft. 
Die Eclipse blieb entgegen des ursprünglichen Plans nicht bis 18:00 h, sondern bis 03:00 h in den nächsten Morgen hinein. Für die Passagiere sollte sich daraus der Vorteil ergeben, tagsüber mehr von der Durchfahrt der Magellanstrasse sehen zu können.
16.12. - Bilderauswahl von unserem Tag in Ushuaia


17.12.  -  Unsere Passage durch die Magellanstraße bis Punta Arenas / Chile

Da die Eclipse statt um 18:00 h aus Ushuaia, erst um 03:00 h am Morgen ablegte, waren wir als Passagiere in den Genuss gekommen, die Fahrt durch den Beagle Kanal mit seinen Bergen und Gletschern, tagsüber genießen zu können.
Wir hatten uns zum Frühstück im Ocean View Cafe, gleich schon so angezogen, dass wir uns jederzeit mit unseren Kameras, in den Außenbereich begeben konnten. Das nasskalte, regenreiche, neblige Wetter sollte uns nicht davon abhalten. Wir konnten noch in Ruhe frühstücken, bevor wir uns mit unseren Kameras draußen in Position brachten. Durch die bereits genannte Wetterlage, war an einer großen Ausbeute von kontrastreichen Bildern, natürlich nicht zu denken. Aber wir ließen uns nicht entmutigen und nutzten viele Male die Auslöser unserer Kameras. 



Um die Gletscher optimal erkennen zu können, musste ich über die Bildbearbeitung deutlich nachhelfen. In der Realität ist der Blick auf die Gletscher, der Bergwelt und dem Wasser von Wetterbedingungen und deren Lichtverhältnissen abhängig. Wir hatten uns gefreut, überhaupt etwas erkennen zu können, die Sicht hätte auch noch schlechter sein können. 


Als dann die Sicht noch schlechter wurde, verzogen wir uns auf unsere Kabine, von der wir zwar auch eine schöne Sicht hatten, aber eben nicht die Sicht, auf einen, der noch kommenden Gletscher. Irgendwann später, als ich gerade ein paar Bilder vom Balkon aus, schräg über das Backbord-Brücken-Nok schoß, winkte mir ein Offizier von der Brücke zu und deutete mehrfach auf die Steuerbordseite. Es dauerte schon einen gewissen Moment, dass ich die Zeichen richtig deutete. Ingrid hielt sich gerade im Bad auf und war nicht abkömmlich. So spritzte ich, so schnell ich halt konnte, auf Deck 12 und da war er, der Romanche Gletscher, mit einem darunter erkennbaren Wasserfall. Wir fuhren langsam, sodass allemal Zeit genug war, Ingrid abzuholen, die inzwischen soweit fertig war, dass wir uns das gemeinsam anschauen konnten. Einer der Passagiere war bereit, mit meiner Kamera ein Foto vor dieser Kulisse von uns zu machen.
Diese vom TV abfotografierte Karte, zeigt den ungefähren Standort auf dem Beagle Kanal zum Zeitpunkt der Fotoaufnahmen von den Bergen und Gletschern.






Ingrid und ich glücklich darüber, diese Reise gemacht zu haben. Im Hintergrund der Romanche Gletscher, den wir fast verpasst hätten, wenn mir ein Offizier von der Brücke aus, nicht das entsprechende Zeichen gegeben hätte. Von unseren Balkon hatten wir nämlich Sichtkontakt zur Backboard-Nok.
Gegen Mittag hatten wir dann die Allee der Gletscher, mit einigen nasskalten Stunden im Beagle Kanal, hinter uns gebracht. Wir waren zwischendurch zur Erholung, immer mal wieder in unserer Kabine. Die Steuerbordseite hätte den Vorteil gehabt, die Kabine nicht verlassen zu müssen.
Wir möchten uns nicht täglich auf neue Leute einstellen müssen und sitzen deshalb gern an einem Zweiertisch - so wie hier im Blu-Restaurant. 

17.12.  -  Bilderauswahl von der Fahrt durch den Beagle Kanal


18.12.  -  Punta Arenas / Chile - Liegezeit bis 20:00 h

An diesem Morgen klappte es mit dem Tendern, einschließlich Priority bestens. Wir hatten es aber auch nicht eilig und auch keinen Ausflug gebucht. Wir wollten uns gegebenenfalls von Angeboten inspirieren lassen. Da uns nichts und niemand angesprochen hatte, ließen wir uns den Ort am Infostand kurz erklären und marschierten bei milden Temperaturen von ca. 12 Grad C los, in Richtung des interessantesten Straßenzuges Calle Jose Nogueira - Calle Carlos Bories und Calle Bulnes. Mit dem schönem Plaza Munos Gamero, dem Palacio Sara Braun (war geschlossen) und zwei Kathedralen sind wir somit nur Ziele in der näheren Umgebung angegangen.
















Etwas weiter, auf der rechten Seite, befand sich der Cementero Municipal, das im Vergleich zu dem in Buenos Aires, etwas parkähnlicher angelegt war. Für eventuell lohnenswerte, weiter entfernte Ziele, waren uns die Wegstrecken zu lang. Ferner bot der eingeschlagene Weg, kaum Anreize, diesen weiter fortzusetzen. Im Verlauf unseres Rückweges legten wir eine Kaffeepause, im gut besuchten Hotel Cafe Fuego ein. Auf dem Plaza Munos Gamero, schauten wir noch einer Trommlergruppe mit Tänzerinnen zu, bevor es dann zurück, mit einem recht zügigen Tendern ging. Alles in Allem konnten wir zwar keine große Ausbeute an Sehenswürdigkeiten verzeichnen, waren aber aufgrund dessen, dass wir uns mehrere Stunden in der Stadt ohne Sturm, unangenemer Kälte und Regen aufhalten konnten, trotzdem noch einigermaßen zufrieden. Aber um ehrlich zu sein, da hätten wir mehr draus machen können und müssen. Das war die Folge dessen, dass wir uns nicht genügend mit diesem Ziel befasst hatten.
18.12.  -  Bilderauswahl von Punta Arenas / Chile


19.12.  -  Tag auf See

Wir hatten bereits am ersten dieser drei Seetage schönes Wetter. Aber nur in der Sonne war es auch für uns bereits warm genug. Für viele Amerikaner, ist offensichtlich immer Kurzhosen-Wetter. Freie Liegen gab es zu jeder Zeit genug an Bord der Eclipse. Wir haben da aber grundsätzlich keinen oder nur geringen Bedarf. Die Balkon Bestuhlung mit Fußstützen, kam uns sehr entgegen. 
Zufälliges Whale-Watching, allerdings aus ziemlich großer Distanz. Nur mit Hilfe einer Ausschnittsvergrößerung, ließ sich erkennen, dass es sich hier wohl tatsächlich um Wale in der Abendsonne gehandelt hatte. Es waren nicht die einzigen die ich an diesem Abend gesichtet hatte, aber für die anderen waren die Vergrößerungen noch schlechter. Mir stand eine Brennweite von 210 mm zur Verfügung.

Betreffend des Outfits, sind Ingrid und ich kein Maßstab. Wenn andere sichtbar schon oder noch auf Sommer machten, brauchten wir noch wärmende Klamotten um uns wohlzufühlen. 


20.12.  -  Tag auf See




Dieses Bild zeigt nicht mich, sondern nur mein abfotografiertes Spiegelbild, dass mir einigermaßen gelungen erscheint. Oft schaue ich dann etwas blöd aus der Wäsche, hier sieht mein Blick doch eher zuversichtlich, neutral aus.



Ohne Zweifel, sind mir an diesem Tag, auch wieder mit Ausschnitts- Vergrößerungen bessere Aufnahmen gelungen. Die Bestimmung, um welche Gattung von Meeressäugern es sich hier handelt, überlasse ich gern anderen.


Dieser zweite Seetag wurde als Evening Chic Abend benannt. Um 20:15 h veranstalteten die Offiziere im weihnachtlich geschmücktem Grand Foyer (Deck 3) unter der Leitung des Kreuzfahrtdirektors, ein Weihnachtslieder - Singen. Es gelang ihm zu unserer Überraschung tatsächlich, die Stimmen der Offiziere und Gäste so zu vereinen, dass es sich hören lassen konnte. 

Bei  unserer Waitress: Sari from Bali hatten wir uns "schwerelos" gefühlt. Sie hatte aber auch sehr gute Unterstützung, von ihrem Assistant Waiter:  Filo und Sommelier: Steven. Restaurant Hostess: Nally hatte unseren Wunsch von Sari bedient zu werden, nach wenigen Tagen erfüllt.

21.12.  -  Tag auf See

Der dritte Seetag begann mit starken Nebel. Das Wasser von unserem Deck 11 aus, war kaum erkennbar. Die Eclipse setzte dann am Morgen sehr häufig das Nebelhorn ein.

Nach dem Frühstück, fingen wir schon mal an, zwei von den drei Koffern zu packen. Der Dritte war für die drei Hotel Übernachtungen in Puerto Iguazu, sowie für die letzte Übernachtung, die wir vor dem Abflug noch in Buenos Aires vor uns hatten.

22.12.  -  Montevideo  -  Liegezeit bis 13:30 h

Den Ausflug - Montevideo Highlights - hatten wir drei Tage vorher an Bord, über den interaktiven Fernseher gebucht. In Kombination mit unserem darauf folgenden Stadtspaziergang, hatte sich daraus für uns, ein sinnvolles und lohnendes Tagesprogramm entwickelt.













22.12.  -  Kleines Video -  Tango Show im Celebrity Theatre


23.12. -  Ende der Kreuzfahrt - Flug nach Puerto Iguazu 

Aufgrund der negativen Erfahrungen beim Einchecken in Buenos Aires, wollten wir keine zeitlichen Risiken eingehen und haben uns - auch auf Anraten der deutschsprachigen Hostess Vrdana Medic - für relativ frühzeitiges Auschecken entschieden. Mit Kofferanhängern im unteren Nummern-Bereich, war sichergestellt, dass das Gepäck ohne Wartezeit auch verfügbar war. Wir gingen zunächst zeitlich in den Priority-Bereich und konnten das Schiff ohne Wartezeit verlassen. Auch der Shuttlebus, der uns zum Terminalbereich fuhr, war sofort verfügbar. Unsere Koffer waren schnell gefunden. Die vielen zeitlichen Takte, auf die sich die Passagiere einstellen konnten, hatten sich offenbar bewährt. Im Außenbereich des Terminals wurden Taxen per Zuteilung angeboten. Der junge Mann der uns bediente, verlangte für die etwa 8 km Fahrstrecke 1.000 ARS = ca. 25 Euro. Das war zwar leider deutlich überteuert und roch nach deutlich Beschiss, aber ich nickte das in diesem Fall ab und zahlte. Er versprach eine kurze Wartezeit, auf die er aber selbst, kein Einfluss hatte. Unser Kauf wurde ordnungsgemäß quittiert und mit einer laufenden Nummer gekennzeichnet. Nach mehr als 30 Minuten Wartezeit und höchster Ungeduld meinerseits, winkte uns schließlich der Chef heran und schickte uns zu einem bereit stehenden Kleinbus. Zunächst waren wir nur vier Fahrgäste, nach weiteren 15 Min. war der mit wohl 10 Personen und entsprechendem Gepäck,  gerammelt voll. Oh, wie ich das hasse, derart beschissen zu werden, dachte ich. Gut, dass die zeitlichen Reserven ausreichten, um problemlos und ohne Hektik, den in Deutschland gebuchten Latam Air Flug - LA7504 um 11:25 h, antreten zu können. Der Flughafen in Puerto Iguazu (IGR) war sehr überschaubar. Hier konnte sich wirklich niemand verlaufen. Natürlich war auch hier wieder ein Taxi fällig. Die Kosten für die ca. 21 km Fahrstrecke betrug 700 ARS = das waren ca. 17 Euro. 



Das Puerto Iguazu als Stadt keinen Schönheitswettbewerb gewinnen konnte, hatten wir bereits über Google Maps Street-View erkennen können. Von daher durften unsere Erwartungen für die Lage des Saint George Hotel, trotz guter booking.com Bewertungen, auch nicht all zu hoch ausfallen. Na ja, dieses 4 Sterne Hotel war für die Verhältnisse aus meiner Sicht, noch ganz ordentlich, ging für Ingrid aber eher in Richtung schrecklich, wirkte also auf  sie enttäuschend. Ich wusste schon, warum ich Ingrid die Wahl des Hotels hier überlassen wollte. Die Umgebung hatte zumindest tagsüber nichts Einladendes. Alles war eher schmuddelig und gewöhnungsbedürftig. Ich war da weniger überrascht und hatte mir die Realität, anhand der Streetview Bilder fast ungefähr so vorgestellt

Wir hatten unsere drei Koffer so gepackt, dass wir nur einen davon für die Hoteltage auspacken mussten.  Anschließend kümmerten wir uns um die Bustickets zu den Wasserfällen und reservierten uns für die nächsten drei Abende, einen Tisch im Restaurant AQVA. Dieses Restaurant hatte ich bereits zuhause ausgesucht, wohl ahnend, dass uns das - dem Hotel zugehörige Restaurant - nicht so gefallen würde. Ferner war ich davon überzeugt, dass die Weihnachtstage, ohnehin Reservierungen erforderlich machen würden. Mit dem Abendessen dort, hatten wir für uns den Tag abgehakt.
Nach einer Verwöhnkreuzfahrt war es natürlich nicht leicht, auch etwas zu akzeptieren, das dann im Niveau deutlich abwärts ging. Das Tophotel Belmond Cataratas, auf der brasilianischen Seite, direkt im Naturschutzpark, wäre allerdings mit etwa 540 Euro/Nacht, etwa 8 mal so teuer gewesen und war ohnehin schon länger, bezogen auf diese drei Tage, vorher ausgebucht. 



24.12.  -  Unser gegenseitiges "Weihnachtsgeschenk"
Die Cataratas del Iguazu (Wasserfälle) im Iguazu Nationalpark



Die Nationalparks sind sowohl auf der argentinischen seit 1984, als auch auf der brasilianischen Seite, seit 1986 UNESCO - Natur-Welterbe. Die Wasserfälle haben eine Ausdehnung von 2,7 km - mit 20 größeren und 255 kleineren Fällen. Mit einer Höhe - von bis zu 82 m - sind sie doppelt so hoch wie die Niagara Fälle. Damit sind sie die größten Wasserfälle der Welt.

Eigentlich waren wir durch einen informativen Teil eines gelesenen und sogar ausgedruckten Reiseberichtes gut vorbereitet, hatten aber leider die Details, mit allen Tipps und den Abläufen, inzwischen wieder vergessen. So mussten wir es auf uns zukommen lassen und unsere eigenen Erfahrungen machen.
Zunächst mussten wir feststellen, dass man für den Green Train of the Jungle (Bimmelbahn), die zu den einzelnen Trails (Circuits) führt, kostenlose Tickets mit angegebener Zeit erhält und tatsächlich auch nur die Leute mitgenommen wurden, die über dieses passende Ticket verfügten. Das hätte für uns mehr als 90 Minuten Wartezeit bedeutet. Also erkundigte ich mich nach anderen Möglichkeiten des Vorwärtskommens. Die Antwort kam per richtungsweisenden Fingerzeig. Klar, dass das nur einen Fußmarsch, ab dieser Central Station bedeuten konnte. Das war aber weniger schlimm als gedacht, weil der Weg auch nie langweilig wurde. Von den Nasenbären hatten wir bereits gehört. Hier im Park schienen sie bereits zu einer Plage geworden zu sein. Die Stationen waren besonders betroffen, versuchten die Tiere doch glatt, den Besuchern ihr Essen abzuluchsen.  
Die Gabelung - Upper Trail, lower Trail, war schnell gefunden. Wir entschieden uns im ersten Step, für den Upper Trail.






Blick vom Upper Circuit zur brasilianischen Seite, mit dem imposanten  5 Sterne Hotel -  Belmond das Cataratas.

Anschließend versuchten wir mit unseren Tickets, mit denen wir nun zeitlich richtig lagen, die Bahn ab Cataratas Station nutzen zu können. Da die Bahn von der Central Station kam, mussten demnach unsere Plätze theoretisch noch verfügbar sein. Tatsächlich wurden unsere Tickets auch von dieser Station anerkannt. Die Besetzung des Zuges war deutlich definiert. 4 Personen pro Sitzreihe war Pflicht. Das Personal war behilflich und setzte diese Formel gnadenlos durch. Sonst hätten wir "unsere" Plätze wohl kaum "finden" können. Der Green Trail of The Jungle brachte uns nun zur Station Garganta del Diablo


Übersetzt heisst es etwa "Hals des Teufels" Damit hatten wir also den spektakulärsten Teil der Wasserfälle in die Mitte unseres Cataratas Besuches genommen.
Nach einem etwa 1 km langen Brückenweg, waren wir am Ziel. Der Garganta empfing uns mit einem Ohren betäubenden Lärm. Natürlich war es unglaublich beeindruckend und jeder wollte von diesem besonderen Aussichtspunkt Fotos und viele, natürlich immer wieder auch Selfies machen.  






Ein geschäftstüchtiger Fotograf, hatte dafür extra ein paar Qm für sich und seine spontanen Kunden reserviert, um den Wunsch nach Fotos, professionell erfüllen zu können. Er fotografierte erhöht von einer Leiter aus und veränderte somit den Blickwinkel, zur besseren Erfassung der Personen vor dem Motiv.






Beim Fotografieren, hatten wir kaum eine Chance, die Dimensionen des Gargantas so zu erfassen, wie er war. Zum einen waren wir zu dicht davor, zum anderen kam von unten soviel Gischt nach oben, dass ein Sprühnebel nicht nur die Sicht erschwerte, sondern sofort auch Spuren auf der Optik hinterließ. Ich hatte schon mein Hemd aus der Hose gezogen, um diese Spuren auf Gehäuse und Optik, ständig abwischen zu können.

Der dritte Teil unseres Cataratas Aufenthaltes im argentinischen Teil, stand noch bevor. Zeitlich kamen wir noch nicht in Bedrängnis und konnten uns den Lower Trail bzw. diesen Circuit noch vornehmen. Dazu mussten wir zunächst zur Garganta del Diablo Station zurück gehen. Auch hier brauchten wir wieder ein Ticket, um dann, von der Cataratas Station aus, den Lower Trail aufnehmen zu können. Unsere Wartezeit betrug dieses Mal, allerdings nur ca. 20 Minuten, die wir gleichzeitig als Pause nutzten.















Von der Estacion Central (Central Station) fuhren bequeme Busse zurück bis zum Ein- Ausgang des National Parks. Von hier aus nutzten wir unsere Rückfahrt-Tickets für den Linien Bus bis zum Bus-Terminal in unmittelbarer Nähe unseres Hotels Saint George in Puerto Iguazo.
Am Abend genossen wir unser Weihnachtsessen im Restaurant AQVA. Wir hatten uns einen Platz auf der Empore gewünscht und diesen auch bekommen. Glück an diesem Tag, von einem sehr aufmerksamen Kellner bedient zu werden. Unser Filet Mignon entpuppte sich als Zwilling. Unser Wein (by glas) war ein Malbec und in kleinen Fläschchen von 0,2l abgefüllt. Da wir nicht mehr trinken, war es ideal für uns gelöst. Das Haus spendete uns zum Kaffee noch ein paar süße Zugaben und ein Gläschen Sekt. Ein würdiger Heiligabend, auch wenn von Weihnachten hier überhaupt nichts zu sehen war.



25.12.  -  Unser Besuch der "Cataratas do Iguacu" (BR)


Die Bezeichnung Cataratas do Iguacu steht für die Wasserfälle auf der brasilianischen Seite, im Parque Nacional Iguacu

Uns war klar, dass die Fahrt in den brasilianisch Park zu den Wasserfällen, mit einer Einreise nach Brasilien verbunden war. Ein Linienbus, der allerdings weit weniger Einsatzzeiten hatte als der argentinische, brachte uns ähnlich wie am Vortag, zum Eingang des Nationalparks. Da aber alle Fahrgäste von Argentinien ausreisten und nach Brasilien einreisten, wurde die Fahrt am Grenzübergang zu beidseitigen Passkontrollen unterbrochen. Der Bus wartete jeweils und der Fahrer überprüfte die Vollständigkeit seiner Fahrgäste vor der Weiterfahrt. Ziel war wiederum der Eingang des Nationalparks, von dem es aus - mit speziellen Bussen - zu den gewünschten Zielen ging. Wir stiegen an der Haltestelle Hotel Belmond das Cataratas aus, auf das wir ohnehin neugierig waren.

Die Hotelanlage wirkte sehr eindrucksvoll und hatte eine fantastische Lage.
Trotz Preise, die jenseits unserer Vorstellung lagen, war das Hotel ausgebucht. Aufgrund von Empfehlungen einiger Forenmitglieder, wären wir vielleicht über unseren Schatten gesprungen und hätten gebucht (!?!).














Anstatt den Weg - wie wir gekommen waren - wieder zurück zu gehen, fuhren wir mit einem Fahrstuhl nach oben und genossen von dort aus, die letzten Ausblicke, bevor wir wieder mit dem Bus zum Parkausgang fuhren, wo wir zunächst einige Minuten auf den Linienbus warten mussten, der uns wieder über die Grenze nach Argentinien zurück brachte.  Keine Frage, ob uns Sicht auf die Wasserfälle von der brasilianischen Seite aus, gut gefallen haben. Die Ausblicke waren grandios.

Am Abend gingen wir wieder in das AQVA - Restaurant zum Essen. Es war der dritte und letzte Abend. Wir bekamen wieder den gleichen von uns gewünschten Tisch, der dieses Mal aber von einem anderen Kellner betreut wurde. Dieser war dann das krasse Gegenteil, von dem am Vortag. Langsam, unaufmerksam und unorientiert verrichtete er seinen Dienst.
Insgesamt gesehen, war die Entscheidung der Voraus-Reservierung dennoch gut.

25.12.  -  Bilderauswahl von unserem Besuch der Cataratas do Iguacu (BR)


26.12.  -  Rückflug nach Buenos Aires - Hotel Madero

Völlig unproblematisch gestaltete sich der Transfer zum kleinen Airport Iguazu (IGR) und auch der Flug LA 7503 selbst. Der Taxitransfer war mit umgerechnet ca. 15,00 Euro (plus Tip) für die ca. 20 Km sehr günstig.
Der Airport hatte nur eine einzige Sicherheitsschleuse, die jeweils erst kurz vor dem boarding geöffnet wurde, was uns zunächst beunruhigte, weil wir das natürlich nicht kannten. Für unser eher unübliches Gepäck von 3 Koffern und 4 Handgepäckstücke, hatte ich zuhause einen entsprechenden Tarif gefunden, sodass hier keinerlei Probleme entstanden.
Die Strecke vom Airport (AEP) zum Hotel Madero, betrug zwar nur etwa 10 km, erforderte aber wegen hohen Verkehrsaufkommen etwa 30 Minuten.
Die Ankunftzeit entsprach meiner geplanten Zeit. Das Hotel hatte eine ansprechende Lage in Madero und wäre durchaus auch geeignet gewesen, von hier aus, fußläufig  in das Centro zu kommen. Das hatten wir für den Rest des Tages nicht vor, sondern machten unsere Spaziergänge in diesem Stadtteil, den wir als moderne Hafencity gesehen hatten.






Die Puente de la Mujer  (Brücke der Frau), fertig gestellt 2002, ist eine seitwärts schwingende Brücke und gilt als ein Wahrzeichen von Buenos Aires
An unseren letzten Abend der Reise, wollten wir nicht nur gut, sondern auch in angenehmer Atmosphäre essen. Im Laufe des Nachmittags, hatten wir aber kein Gefühl dafür bekommen können, weil uns von keinem der Restaurants angesprochen fühlten. Klar, was soll man am Tag auch erkennen können? Mit Hilfe der Restaurantbewertungen im Internet, hatten wir uns dann festgelegt. Es wurde das Estilo Campo, das in 650 m fußläufiger Entfernung für uns erreichbar war. Es war eine gute Entscheidung, wir waren total zufrieden.



Die 650 m zurück zum Hotel, waren nicht die letzten Schritte in Madero, denn wir hatten am Vormittag unsere Abreisetages, noch bis zum Mittag Zeit, für einen abschließenden Spaziergang, in der näheren Umgebung. 


27.12.  -   Unser Abreisetag mit Rückflug (KL0702/KL1781) EZE - AMS - HAM

Von unseren drei Koffern, hatten wir nur einen zu packen. Das war Teil unserer Planung und hatte sich bewährt. Unser Checkout wickelten wir um 12:00 h ab und ließen ein Taxi vorfahren. Beim Einsteigen fiel mir ein, dass wir keine, bzw. nicht mehr genug Argentinische Pesos hatten und wies den Fahrer darauf hin, dass wir mit USD zahlen möchten. Er schüttelte ablehnend mit dem Kopf, fuhr aber los, ohne den Taxometer einzuschalten. Während der Fahrt merkte ich, dass er sich wohl seinen ganz persönlichen Tarif "ausrechnete". Ich rechnete im Kopf mit. 25 USD wären der Normaltarif bei Umrechnung von ARS auf USD. Auf 30 USD würde er ohne Schamgefühl aufrunden können (hätte ich ohnehin freiwillig gegeben). Aber so wie der Typ aussah, rechnete ich schon mit 40 USD, die ich dann auch akzeptieren würde. Ich nannte ihn als Ziel Terminal C für unseren KLM-Flug. Er widersprach und meinte, dass Terminal A für intern. Flüge der Richtige sei. Am Ende hatte ich nachgegeben und beließ es bei Terminal A.
Meine typbezogene Hochrechnung war richtig. Er verlangte 40 USD.
Der Terminal war tatsächlich falsch. Ich ärgerte mich darüber, nachgegeben zu haben, hatte aber auch selbst Schuld, dass ich meine Unterlagen nicht parat hatte. Sehr umständlich und schweißtreibend, mussten wir nun zwei Gebäude mit der voll beladenen Gepäckkarre außen umrunden, bevor wir unseren Eingang zum Terminal C fanden. Zeitlich standen wir aber keineswegs unter Druck und konnten uns in der Business Lounge erholen.
Unser Rückflug mit einer B777-300 ging einigermaßen pünktlich. In Amsterdam hatten wir einen Aufenthalt von gut 3 Std. den wir in der Lounge verbrachten. Gegen etwa 15:00 h waren wir dann allerdings auch froh, wieder zuhause angekommen zu sein.

Meine Zusammenfassung und Beurteilung des Reiseerlebnisses:
Wir sind froh, dass wir - nachdem das Angebot entdeckt hatten - uns für diese Reise entschieden hatten, was anfangs durchaus nicht selbstverständlich war, nachdem wir uns in 2018 bereits zwei Kreuzfahrterlebnisse, mit insgesamt 34 Kreuzfahrttagen gegönnt hatten.
Unsere Reiseergänzungen vor und nach der Kreuzfahrt, insbesondere die, zu den Iguazu Wasserfällen, hatten der Reise insgesamt, einen deutlich höheren Stellenwert gegeben.




Unsere Bewertungen im Einzelnen nach Reiseabschnitten:

1. Unsere Hin- und Rückflüge mit AirFrance/KLM 
Sowohl die B777-200 (Hinflug) als auch die B777-300 (Rückflug) waren in einem sehr guten Zustand. Die Sitze der Business-Class in der kleineren B777-200, waren mit der Anordnung 1 - 2 - 1  weiter gespreizt als die, in der B777-300 mit einer  2 - 2 - 2 Anordnung. Im Sitz- und Liegekomfort, hatten wir - mit unseren Mittelplätzen - keinen nennenswerten Unterschied festgestellt. Auf jeden Fall, wirkte sich die Business Class bei uns Nerven schonend aus, was uns sehr wichtig war. Bei der Berurteilung des Service und des Essens, bleiben wir neutral.

2. Unser erstes Hotel in Buenos Aires
Das 474 Buenos Aires Hotel hatte Ingrid unter dem Aspekt eines guten Preis- Leistungsverhältnisses und einer zentrumsnahen Lage, gut gewählt.
Das Zimmer war geräumig und das Bad war groß. Das Hotel hatte einen schönen Frühstücksraum, das Frühstücksangebot hatte uns gefallen.


3. Unser Aufenthalt in Buenos Aires
Buenos Aires hatte uns mit seinen Gebäuden, Plätzen und Parks, positiv überrascht. Es geht uns bei unseren Städtereisen grundsätzlich nicht darum, die ganze Vielfalt einer Großstadt kennen zu lernen, sondern darum, die Blicke für die Schönheiten zu bekommen. Dafür hätten wir gut und gerne noch zwei bis drei Tage mehr aufwenden können. Krankheitsbedingt, hatten wir leider den Tag nach der Übernachtung an Bord nicht für Buenos Aires nutzen können. Allerdings war das, vom Kreuzfahrtterminal aus, sehr unübersichtlich. Dieses eher ungemütliche Gefühl war nach der Einschiffung unweigerlich aufgekommen.

4. Unser Kreuzfahrtschiff, die Celebrity Eclipse mit Kabine 1509
Das gepflegte Schiff (Bauj. 2010) hatte uns insgesamt gut gefallen, auch wenn wir viele der Bereiche nie genutzt hatten. Die Buchung der Aqua Class, hatte uns - wegen der Nutzung des Restaurants Blu - beiden sehr gut getan. Die Balkonabine war in allen Details, Größe und Möbilierung betreffend, auf unseren Bedarf gut und richtig ausgelegt, da wir uns üblicherweise gern in der Kabine aufhielten, um damit dem allgemeinen Kreuzfahrtgewusel,  bewusst aus dem Wege gehen zu können. Insgesamt hatten wir eine, als sehr angenehm empfundene Zeit auf der Eclipse, von einer eher betrüblichen Erfahrungen mit der Medical Facility (Schiffsarzt) mal abgesehen, von dem ich mich mit seiner Rechnung über 767,10 USD abgezockt fühlte.  Erklärung dazu von Celebrity: Das Schiff ist vergleichbar mit einem Einkaufszentrum. 


5. Die Route der Eclipse ab und bis Buenos Aires
Hätten wir die zum Buchungszeitpunkt deutlich teurere Route bis San Antonio/Chile gewählt, hätten wir - um den preislichen Rahmen nicht zu sprengen - auf das Erlebnis an den Iguazu Wasserfällen verzichtet. Hinsichtlich unseres Kompromisses, sind nie Zweifel einer guten Entscheidung aufgekommen. Der bedeutendste Höhepunkt dieser Route lag für uns in Puerto Madryn mit dem, wenn auch überteuerten Ausflug nach Punta Tombo, zu der Pinguin-Brutstätte und Kolonie.
Bei dem scheinbar ganz großen Erlebnis vor  "Kap Hoorn" zählte eigentlich nur der Moment. Etwas spannender war die Durchfahrt des Beagle Kanals, mit der "Allee der Gletscher", die Dank eines längeren Aufenthaltes in Ushuaia, am Tage verfolgt werden konnte. Wenn man bis zu rund 14.000 km von zuhause entfernt ist, erscheint jede Destination immer in einem besonderen Licht, selbst dann, wenn es nicht immer und überall so hell leuchtete, wie man es vielleicht erwartet hatte. 

6. Unser Aufenthalt in Puerto Iguazu
Das Saint George Hotel hatte den Vorzug bekommen, weil es zentral in der Stadt und in unmittelbarer Nähe des Busterminals lag. Auch gegen die Preis-Leistungs-Realation gab es nichts einzuwenden. Das hatte dem Hotel offenbar gute Bewertungen eingebracht. Bei uns war das Hotel allerdings durchgefallen, weil das Zimmer mit Balkon, einfach zu laut war. Zwischen den doppelt verglasten Schiebefenster-Elementen, gab es konstruktionsbedingt, einen von oben bis unten durchgehenden Spalt von gut einem cm. Diese Luft und Schallbrücke, wirkte sich so aus, als wenn der Raum überhaupt keine Fenster hatte, nur das es halt nicht reinregnen konnte. Mit dem Ort selbst konnten wir am Tage unserer Ankunft kaum etwas anfangen, mussten wir auch nicht, da wir nicht wegen der Stadt, sondern wegen der Wasserfälle gekommen waren.

7. Die Inlandsflüge mit Latam Air:  AEP - IGR / IGR - AEP

Die Flugstrecke lag bei ca. 1.400 km. Wir hatten diese Flüge von zuhause online, direkt bei Latam - Deutschland gebucht. Für uns war die Gepäckregelung wichtig. Entsprechende Tarife, unter Einbeziehung des Gepäcks, wurden unmissverständlich dargeboten. Das hatte unsere Entscheidung für Latam Air erleichtert.


8. Die Iguazu Wasserfälle von AR und BR aus betrachtet 
Hier herrschte bei uns Begeisterung pur, sowohl am 24.12. von Argentinien, als auch am 25.12. von Brasilien aus. Auch wenn wir natürlich Beschreibungen gelesen und Bilder gesehen hatten, das eigene Erlebnis war dennoch eine große Überraschung und war das, was wirklich für uns gezählt hat. Das war einfach überwältigend und für uns dazu einmalig gewesen, doch wissend, dass wir hier nie wieder her kommen würden. Die Organisation, die Wegführungen und die Aussichtspunkte hatten wir als sehr gut empfunden.

9. Unsere letzte Übernachtung in der Hafencity von Buenos Aires  
Hier fiel unsere Wahl auf das Hotel Madero, das uns in allen Punkten, sogar mehr als nur  zufrieden gestellt hatte. Das große Eckzimmer mit Balkon, das moderne Mobiliar, dazu mit Bar Tresen, ließen Vorstellungen für einen längeren Aufenthalt aufkommen. Aber wir hatten nur diese eine Nacht und am nächsten Morgen ein Frühstück, das sich sehen lassen konnte.

Schlusswort 

Das man bei einer Reise in diesem Umfang, auch mit einigen Unzulänglichkeiteen, auch aus der Unwissenheit heraus rechnen muss und vielleicht auch das eine  oder andere kleinere  Problem zu lösen hat, weiß jeder erfahrene Reisende. Mit zunehmenden Alter, sinkt aber auch die Belastungsgrenze, auf die wir dann tatsächlich auch immer wieder neu Rücksicht nehmen müssen. Ähnlich verhält es sich mit der persönlichen, nervlich bedingten Unruhe, mit einer einhergehenden Stressanfälligkeit, die zumindest bei mir, spürbar angestiegen ist. Das macht eine bestmögliche Planung erforderlich, die vorbeugend, mögliche, individuelle Stress-Situationen berücksichtigt.
Mit der Buchung von Business Flügen und der Aqua Class auf der Celebrity Eclipse, hatten wir auf jeden Fall, für uns die bestmögliche Lösung gewählt.
Das aufkommende Nervosität, sowie die eine oder andere eigene Unzulänglichkeit, den allgemeinen Aktionsradius teils etwas eingeschränkt hatten, ändert nichts an der Tatsache, dass wir am Ende ein tolles Reiseerlebnis hatten, das uns wirklich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Hierin ist auch der Grund meiner persönlichen Aufarbeitung, in Form dieses Reise-Blogs zu sehen. Auch Ingrid wird sich auf Ihre Weise, mit der Reise beschäftigen und mit ausgewählten Fotos, ein Fotobuch erstellen.


Die Reise war mit dem KLM - Rückflügen (EZE - AMS - HAM) am 28.12.2018 abgeschlossen. Inzwischen bin ich soweit gekommen, dass die Reise in diesem Blog, wie beabsichtigt fertig dargestellt wird. Trotzdem werden sicherlich hier und da noch Änderungen, Erweiterungen, evtl. Fehlerbereinigungen  oder auch Kürzungen kommen können, mit denen sich Aussehen und auch Inhalte  verändern können.

    
© Text und Fotos:   Rainer Buch, Hamburg
vorläufig fertig gestellt am 14.01.2019
Kleine Änderungen und Ergänzungen: 16.01.19

rainbu@yahoo.de

Kommentare:

  1. Freue mich schon auf Deine Berichte. Wir fahren mit der Eclipse dann im März 2019

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  2. Hallo Rainer, wie immer gut beschrieben / geschrieben. Der Reiz bei Deinen Beschreibungen liegt darin, dass auch Probleme (Stress, Schwindelgefühle) vorkommen, aber auch die angenehmen Dinge ihren Platz finden. Deine Bericht sind daher 'ehrlich' und lesenswert. Die tollen Fotos sind bei Dir selbstverständlich. Die Eclipse kennen wir von mehreren Reisen. Schön, dass dieses Schiff bei Dir so gut wegkommt. Danke. Kaja

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    1. Hallo Kajo, vielen Dank für Deinen Kommentar. Freut mich, dass Dir mein Bericht gefallen hat. Da wir schon mehr voneinander gelesen haben ist das Verständnis dafür, natürlich auch einfacher. Es ist nun mal bei mir so, dass rasch aufkommende Nervosität, Unruhe und Stressempfindlichkeiten, unsere Reisebegleiter sind. Das hat nichts mit Launenhaftigkeit zu tun, sondern etwas mit Anfälligkeit. Entscheidend ist aber, dass wir trotzdem genießen konnten. Bei Landgängen ist es für mich/uns - mit der Bewegung generell am Einfachsten. Mit der Aqua Class auf der Eclipse, hatten wir - das mit dem Genießen können - dann auch ganz gut hinbekommen. Im Moment gibt es keine Reisegedanken, aber ausbremsen wollen wir uns nicht.

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  3. Hallo Rainer,
    jetzt hat es doch länger gedauert bis ich mit deinem Bericht "durch" war. Aber es war zweifellos eine besondere Reise und zwar gleich in mehrfacher Hinsicht. Das Ziel Südamerika ist für uns schon besonders, wissend, dass wir dort sicher nie hinkommen werden. Besonders schön anzuschauen waren natürlich die Pinguine, die jedes Fotografenherz höher schlagen lassen. Auch die Gletscher rund um Kap Hoorn haben sicher einen großen Reiz, mir hat natürlich besonders jener mit dem Wasserfall gefallen. Aber das herausragende Ereignis aus meiner Sicht war Euer Besuch der Iguazu-Wasserfälle, die mit Eurer Kreuzfahrt ja eigentlich gar nichts zu tun hatten. Diese Fälle sind wirklich gewaltig. Dabei habe ich zum Vergleich durchaus noch unsere noch nicht allzu lang zurückliegenden Besuche von Godafoss und Gullfoss auf Island in Erinnerung, die im Vergleich dazu geradezu putzig anmuten. Trotzdem sind mir diese besonders ans Herz gewachsen, genauso wie der Overnight vor dem Tunabreen-Gletscher auf Spitzbergen. Ähnlich wie bei Euch beiden sind das Reisen, die man vermutlich nur einmal im Leben machen wird. Und genau daran denkt man auch, wenn man gerade davor steht.
    Nicht ganz so schön waren deine gesundheitlichen Probleme, die hoffentlich überwunden sind. Der Preis von 767,00 USD ist eine Unverschämtheit und durch nichts zu rechtfertigen. Sonja musste während der Spitzbergen-Kreuzfahrt mit der Artania auch einmal das Hospital aufsuchen, weil es richtig schlecht ging. Der Kreislauf hatte total schlapp gemacht, sie hatte Bauchschmerzen und fühlte sich richtig elend. Die Ärztin war ausgesprochen gründlich und untersuchte sie eingehend. Dann verpasste sie ihr eine Infusion, die so gut wirkte, dass sie sogar am Nachmittag desselben Tages am Ausflug teilnehmen konnte. Blutdruckmessen, Blutabnahme, manuelle Untersuchung und Infusion kosteten insgesamt noch nicht mal 200,00 Euro, das hätte ich als Privatpatient auch bei uns zuhause locker bezahlt. Insofern war das Honorar auf der Eclipse wirklich Abzocke, aber Hauptsache es geht dir wieder gut. Dass Ihr die Reise auch noch über die Weihnachtsfeiertage gemacht habt, hatte sicher noch einen weiteren Reiz. Für uns wäre das nichts. Trotz deiner Anfälligkeit seid Ihr aber in den Städten wirklich sehr fleißig unterwegs gewesen. Und offensichtlich seid Ihr auch sehr gut mit den jeweiligen Örtlichkeiten zurecht gekommen, Probleme gab es augenscheinlich keine, zumindest keine nennenswerten. Und dass die Eclipse sicher ein sehr schönes Schiff ist, war ja vorher schon weitgehend bekannt, ich erinnere mich da auch noch an den einen oder anderen Bericht von Kajo.
    Damit danke ich dir wie immer für deine Mühe beim Schreiben des unterhaltsamen und informativen Berichts, deine Fotos sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben.
    Viele Grüße
    Helmut

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  4. Hallo Helmut,
    vielen Dank für Dein gezeigtes Interesse an meinem Bericht zu unserer Südamerika - Reise. Klar, dass ich mich über solche Feedbacks freue.
    Ja, die Fahrt zu der Pinguin Kolonie, hatte schon einen bedeutenden Anteil an dieser Reise. Immer wieder habe ich mir einige der Fotos für Ausschnittvergrößerungen vorgenommen und diese Bilder dann glücklich und fröhlich "angelacht". Wir hatten an diesem Tag Glück mit dem Wetter - dahingehend, dass es sich in den 90 Minuten der Aufenthaltszeit in Punta Tombo, überhaupt gehalten hatte.
    Zwei Tage zuvor, dachten wir noch an ein krankheitsbedingtes Stornieren des Ausflugs in der Hoffnung, so dann noch etwa 400 USD retten zu können, nachdem der Arztbesuch schon mit den 767 USD die Bordrechnung in die Höhe getieben hatte. Aber so waren wir natürlich froh, dass ich wieder nahezu meine Stabilität erreicht hatte. Das Highlight von Kap Hoorn wurde zwar etwas überschätzt, aber brachte doch das Glücksgefühl, überhaupt dabei sein zu dürfen. Die Geschichte mit den Gletschern und der teils sehr schlechten Sicht, hatte auch einen angemessenen Stellenwert, was das Glücksgefühl anbelangte. So wurden Teile der Ziele vorher vielleicht überbewertet, andere hingegen unterbewertet. Ja, mit den Iguazu Wasserfällen, hatten wir uns in der Tat, etwas ganz Besonderes gegönnt, dass wir eigentlich schon vor unserer TA-Cruise ab Santos, hätten haben können. Es war einer unser Nachbarn, der uns auf dieses "Versäumnis" gestoßen hatte. Da lag ich damals, mit meiner nicht fundamentierten Beurteilung deutlich daneben. Etwa so: Wir hatten schon nicht die Möglichkeit genutzt, die Niagara Fälle zu besuchen, dann könnten wir uns doch wohl erst recht den Aufwand für die Iguazu Fälle sparen - zumal diese nur über eine nicht unerheblichen Zusatzreise zu verwirklichen waren. Erst durch diesen Hinweis, hatte/n ich/wir mich/uns näher damit befasst und diesen, damit verbundenen Aufwand in Kauf genommen.
    Natürlich war diese Reise sehr reizvoll und ruft nach mehr, auch wenn wir normaler Weise, nicht nur wegen der höheren Kosten, uns zu viele "Umstände" nicht zumuten wollen. So werden und müssen Überlegungen jeweils vor jedem Reisewunsch, neu angestellt werden. Erschwerend kommt nun hinzu, dass wir immer noch nicht wissen, was da nun genau mit mir los war, was es also ausgelöst hatte.
    N.S. Auch wenn unsere Reiseversicherung die - aus meiner Sicht - völlig überzogene Rechnung bezahlt hat, bleibt diesbezüglich ein bitterer Beigeschmack. Dass die Reederei sich völlig davon distanziert (haben wir nichts mit zu tun) macht die Situation natürlich nicht besser. Ich wurde vorher über den Startpreis von 130 USD aufgeklärt und musste sozusagen dann einen Blankoscheck unterschreiben, wenn ich ärztliche Leistung in Anspruch nehmen wollte. Dass ich auf einem amerikanischen Schiff unter diesen Voraussetzungen, so mit 200 Euro nicht auskommen konnte, war mir natürlich vorher klar. Aber diese Höhe, hatte bei mir mehr als nur Unverständnis hervorgerufen und blieb natürlich im Hinterkopf, ein ständiger Begleiter der Reise.
    Nochmals mein Dank
    und viele Grüße
    Rainer

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